Kategorien
Politik

Bürgerprotest: Kein Handschlag mit Faschist*innen!

Über 800 Demonstrant*innen haben sich am Samstag vor dem Bundeskanzleramt versammelt, um gegen die Wahl des Thüringer Ministerpäsidenten Kemmerich (FDP) zu demonstrieren.

Zu der Veranstaltung hatten Jugendorganisationen unter dem Motto Kein Handschlag mit Faschist*innen! aufgerufen. Es kamen Teilnehmer*innen aller Altersgruppen von „Fridays for Future“ bis hin zu „Omas gegen rechts“.

Timon Dzenius, Vorstand von Grüne Jugend, nannte den Tag, an dem Kemmerich zum Minister gewählt wurde, einen Tag, der in die Geschichte eingehe: als der Tag, an dem selbsternannte Konservative und Liberale mit dem demokratischen Konsens ‚Nie wieder!‘ brachen.

Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos, warnte eindrücklich vor Naivität und Kalkül in der Politik. Wer zwischen Björn Höcke und Bodo Ramelow nicht unterscheiden könne und ernsthaft glaube, sie seien einfach nur die beiden Enden eines politischen Spektrums und gleichermaßen abzulehnen, der habe nicht etwa einen klaren politischen Standpunkt sondern jegliche politische Orientierung und jegliche Kenntnis von demokratischen Prinzipien verloren.

Die als „Sprayer Oma“ bekannt gewordene Aktivistin Irmela Mensah-Schramm berichtete, dass sie wegen Sachbeschädigung zu über 1000 Euro Schadensersatz verurteilt wurde, nachdem sie Nazisymbole übersprüht hatte. Sie versicherte, dass sie dies nicht davon abhalten könne, weiterhin aktiv gegen Faschismus zu kämpfen.

Die Demonstrant*innen zogen anschließend zum Auswärtigen Amt, um dort eine Aktion der Seebrücke zu unterstützen, die unter dem Motto „Wir haben Platz! – Aufnahme jetzt ermöglichen“ für die weitere Aufnahme von Flüchtlingen warb.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.